Die regelmäßige Reinigung von Photovoltaikanlagen ist wichtig, um den Energieertrag möglichst hoch zu halten. Solarenergie gilt allgemeinhin als “saubere Energie” und das aus guten Gründen: Der von Photovoltaik erzeugte Strom kommt ohne Emissionen aus, kann über den eigenen Haushalt hinaus das Stromnetz mit grüner Energie bereichern und zahlt sich hinten heraus sogar in Form von Förderungen und der Einspeisevergütung aus. Aber wie hält man die saubere Energie sauber? Schließlich sind Solarzellen rund um die Uhr äußeren Einflüssen wie dem Wetter und Feinstaub ausgesetzt – und ja, auch Vogelkot landet unweigerlich auf den blau schimmernden Flächen. Und je verschmutzter eine Photovoltaikanlage, umso weniger Sonnenenergie kann sie in wertvollen Strom umwandeln. Dann sinkt ganz einfach der Ertrag an kWh, den man produziert. Dazu sollte man es nicht kommen lassen!

 

Reinigung von Photovoltaikanlagen: Das müssen Sie beachten

Wenn Sie Ihre Photovoltaikanlagen reinigen möchten, gibt es dabei einige Dinge zu beachten. Nicht nur der komplizierte Standort, sondern auch die feine Technik fordern eine gewisse Vorsicht und Gründlichkeit. Gerade deshalb vertrauen Besitzer von Photovoltaik- (PV-)Anlagen häufig Dienstleistern, die die Panels professionell reinigen und gegebenenfalls warten und reparieren. Wenn Sie selbst aktiv werden möchten, sollten Sie unsere Profi-Tipps beherzigen:

  1. Photovoltaikanlagen sind für den Einsatz im Außenbereich konzipiert und daher besonders robust und witterungsbeständig. Man muss sie gewiss nicht jede Woche reinigen, sollte aber in kleinen Abständen die Panels auf Schmutz überprüfen und entsprechend tätig werden.
  2. Der Verschmutzungsgrad einer PV-Anlage hängt stark von der Umgebung ab. Die Feinstaubbelastung ist etwa in einer Großstadt viel höher als auf dem Land. Verwenden Sie zum Beispiel Photovoltaik in Berlin, kommt der Feinstaub nicht nur aus dem Straßenverkehr, sondern sogar noch von umliegenden Kraftwerken, aus der Schifffahrt und den Heizungen, die in den Haushalten aktiv sind. Weitere Städte mit hohen Feinstaubbelastungen sind Stuttgart, München, Gelsenkirchen, Reutlingen und Essen.
  3. Naheliegende Schornsteine können PV-Panels ebenfalls stark verschmutzen.
  4. Der Neigungsgrad der Anlagen spielt ebenfalls eine Rolle dabei, welche Verschmutzungsfaktoren wie stark wirken und wie oft Sie Ihre Anlagen reinigen müssen.

 

Photovoltaikanlage reinigen: Panels

 

Wann ist eine PV-Anlage zu schmutzig? Wie oft muss ich sie reinigen?

Entscheidend für eine effiziente Stromproduktion ist, dass möglichst viel Fläche eines PV-Panels direktem Sonnenlicht ausgesetzt ist. Schon eine feine Staubschicht kann den Ertrag der Solarzelle empfindlich senken – bis zu 20%! Wenn Sie bemerken, dass die blaue Glasfläche schon leicht getrübt aussieht, sollten Sie sie unbedingt reinigen. Mit dem bloßen Auge lassen sich die Verschmutzungen aber nicht immer erkennen, daher sollten sie in regelmäßigen Abständen mit der Hand über die Glasfläche streichen und überprüfen, ob sich feine Verschmutzungen abgelagert haben. Diese können schon bereits dafür sorgen, dass weniger Sonnenlicht auf die Solarmodule trifft.

Oftmals bemerkt man Verschmutzungen seiner Photovoltaikanlagen, wenn der Ertrag sinkt, aber alle Panels in Betrieb sind und sonstige Einflüsse ausgeschlossen werden können (z.B. deutlich weniger Sonnenlicht, vermehrter Regen, neu hinzugekommene Schattenfläche, o.ä.). In diesem Fall sollten Sie unbedingt Ihre Panels auf Schmutz überprüfen bzw. überprüfen und reinigen lassen. So zahlt sich eine regelmäßige Solarreinigung übrigens auch wirtschaftlich aus: indem Sie Ertragseinbußen entgegenwirken und schnell handeln, wenn Sie einen Ertragseinbruch bemerken. Im Idealfall führen Sie ein Ertrags-Tagebuch und notieren auch die Reinigungen, um am besten abschätzen zu können, wie regelmäßig Sie Ihre Photovoltaikanlagen reinigen müssen.

 

 

Photovoltaikanlage reinigen: Handschuhe zum Putzen

 

Photovoltaik selber reinigen: Wichtige Hinweise

Photovoltaikmodule verfügen über eine empfindliche Antireflexbeschichtung, daher sollten Sie keineswegs haushaltsübliche Reinigungsmittel verwenden, die z.B. in Küche und Bad zum Einsatz kommen. Ebenfalls sollten Sie keine harten Bürsten benutzen, die die Schicht verkratzen könnten. Im Baumarkt finden Sie meist Spezialreinigungsmittel für Solarpanels, die zusammen mit weichen Reinigungsbürsten angewendet werden – oftmals gibt es diese beiden Artikel in Reinigungssets.

Photovoltaikanlagen sind selbstredend nicht immer einfach zu erreichen. Mit einer Kombination aus Gerüst, Leitern, Teleskopstangen und speziellem Equipment lässt sich die Reinigung Ihrer Photovoltaikanlagen gut bewältigen. Viele Baumärkte bieten alle nötigen Komponenten zur Ausleihe an. Im Idealfall machen Sie die Reinigung nicht alleine, sondern mit jemandem, der auf Ihre Sicherheit achtet und gegebenenfalls die Leiter fixiert!

Darüber hinaus gibt es bei bestimmten Verschmutzungen von Solarmodulen folgendes zu beachten:

  • Schnee: Hier genügt es, den Schnee mit einem sehr weichen Besen oder mit einer weichen Bürste zu entfernen.
  • Laub: Räumen Sie Blätter und andere groben Störenfriede einfach mit den Händen weg. Nutzen Sie gegebenenfalls einen weichen Besen oder eine Bürste, um kleinere Schmutzpartikel wegzufegen.
  • Staub: Hier genügt es, die Anlage bzw. das Glas mit einem weichen Tuch und (möglichst entmineralisiertem) Wasser abzuwischen.

Noch ein Hinweis: Schauen Sie unbedingt in den Reinigungsvorgaben Ihres Modulen-Herstellers nach, ob bestimmte Reinigungsmittel verboten sind. Nutzen Sie diese trotzdem, kann dabei eine etwaige Garantie erlischen! Außerdem finden Sie dort Reinigungshinweise aus erster Hand, um Verschmutzung zu beseitigen.

 

Photovoltaikanlage reinigen: Solarpanels

 

Häufige Fragen zum Thema Photovoltaik-Reinigung

Photovoltaikanlagen sind empfindliche Maschinen, die auch relativ hohe Anschaffungskosten haben. Klar, dass ein PV-Besitzer möglichst vorsichtig sein möchte und in jedem Fall verhindern will, dass er mit einer amateurhaften Reinigung seine Anlagen unzureichend reinigt oder sogar beschädigt. Als Photovoltaikanlage-Anbieter erreichen uns bestimmte Fragen besonders häufig, die wir an dieser Stelle gerne beantworten.
 

Sollte ich meine Photovoltaikanlage selber reinigen?

Die kurze Antwort ist: Ja, wenn der Verschmutzungsgrad der Module nicht zu hoch ist. Grobe Schmutzpartikel wie Laub und Dreckkörner, Schnee und feine Staubschichten können Sie mit der richtigen Ausrüstung gut selbst entfernen. Jedoch sollten Sie in Erwägung ziehen, bei großflächigen Verschmutzungen und speziellen Fällen (z.B. extrem viel Vogelmist auf den Flächen) einen Fachbetrieb zu engagieren, der eine professionelle Reinigung Ihrer Photovoltaikanlagen durchführt. Das kann durchaus mehrere hundert Euro kosten. Sie investieren dann aber in den meisten Fällen in einen höheren Ertrag nach der Reinigung – und somit zahlt sich eine professionelle Reinigung im Endeffekt aus.
 

Photovoltaikanlage reinigen mit Wasser: Was muss ich beachten?

Benutzen Sie für die PV-Reinigung möglichst kalkarmes Wasser – vor allem in Wohngegenden, in denen das Leitungswasser besonders hart ist. Ansonsten bilden sich nach der Reinigung Schlieren, die wiederum das Sonnenlicht teilweise abschirmen und den Energieertrag senken. Wenn es geht, sollten Sie das Wasser entkalken bzw. komplett entmineralisieren. Im Baumarkt können Sie zum Beispiel destilliertes Wasser kaufen, wenn Sie über keine Entkalkungsanlage im Haus verfügen.
 

Wie praktisch ist ein Photovoltaik-Reinigungsroboter?

Reinigungsroboter für Photovoltaikanlagen fahren selbstständig über die Glasfläche und befreien die Panels von Verschmutzungen. Diese Geräte lohnen sich allerdings nur große (industrielle) Modulflächen wie Solarparks und sind für Privatverbraucher mit nur ein paar Panels auf dem Dach nicht sinnvoll. Dort würde ein Roboter streng genommen nur mehr Arbeit und Kosten verursachen gegenüber der Reinigung per Hand – und unbedingt mehr gereinigt bekommt er nicht unbedingt. PV-Roboter werden vorrangig von professionellen Dienstleistern eingesetzt, selbst betrieben und nur selten an die Anlagenbesitzer verkauft.
 

Was kostet es, Firmen für die Photovoltaik-Reinigung zu beauftragen?

Hierzu gibt es unterschiedliche Angaben. Grundsätzlich können Sie davon ausgehen, dass ein Dienstleister zwischen 2 und 2,50 Euro pro Quadratmeter Panelfläche verlangt. Für die eigene Solaranlage auf dem Dach bedeutet das meist einen Betrag zwischen 100 und 200 Euro. Wenn man bedenkt, dass man durch eine professionelle Reinigung einen bis zu 20% großen Ertragsverlust verhindern kann, ist die Rechnung sehr einfach: es lohnt sich. Beachten Sie bei den Kosten, dass diese mitunter vom Verschmutzungsgrad abhängen. Kämpfen Sie gegen besonders hartnäckigen Schmutz oder vermuten Sie eine aufwändigere Reinigung, sollten Sie sich einen Kostenvoranschlag einholen.
 
Photovoltaikanlage reinigen: Servicekraft

 

ED-ENERGY ist Ihr Ansprechpartner rund ums Thema Photovoltaik

Sie haben noch Fragen rund ums Thema Photovoltaik-Reinigung? Oder eine Ihrer Solaranlagen ist defekt, Sie benötigen Ersatzteile, eine Aufrüstung Ihrer Module? Wir beraten Sie gerne rund um das Thema Photovoltaik und kommen gerne vorbei, um Ihnen zu helfen. Der ED-ENERGY-Service steht für Sie bereit und kümmert sich gerne um Fachberatung, Montage, Reparatur und auch Pflege, zu der natürlich auch professionelle Reinigungen zählen.

Sie sind insgesamt sehr grün unterwegs und möchten eine Ladestation für Ihr Elektroauto kaufen? ED-ENERGY ist Ihr Experte, wenn es um regenerative Energiesysteme geht: auf dem Dach in Form von Solarpanels oder im E-Auto. Wir sind dort im Einsatz, wo saubere Energie den Unterschied macht.